In der Kooperation mit

Transferwerkstatt WasserLandkreis Hof
Günter Müller-Czygan

Prof. Günter Müller-Czygan

Institutsleiter; Forschungsgruppenleiter

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Michael Schmidt

Michael Schmidt

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Save the Date: 5. Hofer

Wasser-Symposium am 29. & 30. September 2026

Merken Sie sich schon jetzt den Termin für das 5. Hofer Wasser-Symposium vor!

 

Es wird am 29.09.2026 (ab 17:00 Uhr Get together) sowie am 30.09.2026 (9:00 bis 16:30 Uhr Wasser-Symposium) an der Hochschule Hof stattfinden.

 

Freuen Sie sich bereits jetzt auf ein Programm rund um das Thema „Klimaanpassung im ländlichen Raum – Schwammlandschaften als Antwort?“

Weitere Informationen zum Ablauf und Programm sowie zur Anmeldung folgen.

Herzliche Grüße aus Hof senden Ihnen

 

Prof. Günter Müller-Czygan (Institutsleiter)

Michael Schmidt (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Organisator) und das gesamte inwa – Team

Fon: +49 9281 409 – 5149 (Michael Schmidt)
Mail: wasser-symposium@hof-university.de

Alfons-Goppel-Platz 1, 95028 Hof

https://inwa.hof-university.de/

Hintergrund

Die Transferwerkstatt Wasser hoferLand.digital ist ein Teilprojekt des Smart-City-Modellvorhabens des Landkreises Hof, das digitale Technologien gezielt als Werkzeug einsetzt, um wasserbezogene Herausforderungen des Klimawandels regional handhabbar zu machen und die Lebensverhältnisse der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern. Verankert im Themengebiet C „Digitales H2O Management" von hoferLand.digital richtet sich das Teilprojekt an sämtliche 27 Kommunen des Landkreises und versteht sich als Brücke zwischen Forschung, kommunaler Praxis und digital gestützter Klimaanpassung.

Ziel des Projektes

Zentrale methodische Grundlage bildet die von der Hochschule Hof entwickelte Mehrebenenanalyse, mit der in Workshops mit den 27 Kommunen des Landkreises Hof die aktuelle Aufgabenlage, bestehende Planungen und mögliche Schwammmaßnahmen und „Sowieso-Potenziale" identifiziert werden. Die Ergebnisse werden digitalisiert, mit einem webbasierten Tool bewertet und priorisiert. Eine Metaanalyse erarbeitet kommunenübergreifende Schnittstellen, Synergien und Maßnahmenpotenziale für gemeinsame Vorhaben.

Ein strukturierter Transfer der Ergebnisse über den Landkreis hinaus gehört zum Förderauftrag: Alle Analysen, Werkzeuge, Datenstrukturen und Handlungsempfehlungen werden auf ihre Übertragbarkeit geprüft, mit bestehenden Leitfäden zur Schwammstadtplanung und Ausbildungscurricula (u. a. „Der Weg zur Schwammstadt"; „Fachingenieur Digitalisierung Wasserwirtschaft") abgeglichen und dokumentiert.

Die Transferwerkstatt Wasser verbindet angewandte Forschung, digitale Innovation und kommunales Handeln zu einem Laborraum, in dem datenbasierte Klimaanpassung wissenschaftlich evaluiert und wasserbezogene Fragestellungen praktisch erprobt sowie regional verankert werden.

Ereignisse, Laufplan

Hello

Ereignis
12.12.2022
Weitere Informationen
Transferwerkstatt Wasser

© hoferland.digital


Grundlegende Analyse von (wasserbezogenen) Klimaresilienzmaßnahmen

Wie entsteht eine klimaresiliente Kommune? – Die Analysephase verständlich erklärt

Bevor Kommunen effektive Schwammmaßnahmen umsetzen können, müssen sie verstehen, wo ihre größten Herausforderungen liegen. Viele Städte und Gemeinden berichten, dass sie Schwierigkeiten haben, die zunehmende Komplexität des Klimawandels zu erfassen. Die Analyse beginnt dort, wo Gesetze, Extremwetterereignisse, begrenzte personelle Ressourcen und unterschiedliche Bürgererwartungen aufeinanderprallen.

Die Hochschule Hof Universität für Angewandte Wissenschaften setzt hierfür die Mehrebenenanalyse ein, ein modernes Werkzeug, das hilft, das große Ganze sichtbar zu machen. Auf vier Analyseebenen wird untersucht, wie geplante Maßnahmen miteinander verbunden sind und welche Auswirkungen sie auf den kommunalen Alltag haben. So werden nicht nur Hindernisse, sondern auch Synergien sichtbar, die Zeit und Geld sparen können.

Der Prozess beginnt mit ersten Pilotkommunen und ist eng an laufende lokale Projekte angelehnt. Dies führt zu einer praxisnahen, strukturierten und verständlichen Darstellung der aktuellen Situation und ebnet den Weg für eine wassersensible, klimaresiliente Kommune.

Workshop-Prozess

Gemeinsam mit den Kommunen wird ein klar strukturierter Weg zu mehr Klimaresilienz entwickelt.

Die Transferwerkstatt arbeitet mit den Kommunen in einem klar strukturierten Workshop-Prozess.

Im ersten Workshop (halber Tag) erfolgt eine gemeinsame luftbildbasierte Bestandsaufnahme. Dabei werden zentrale Wasserthemen, mögliche Schwammmaßnahmen sowie „Sowiesopotenziale" identifiziert, also Maßnahmen, die bereits geplant sind und sich ideal mit klimaresilienten Lösungen kombinieren lassen. Alle Ergebnisse werden anschließend digital erfasst.

Im zweiten Workshop (2–3 Stunden) werden die Analyseergebnisse mit der jeweiligen Kommune besprochen. Darauf aufbauend entsteht ein konkreter Maßnahmenplan, der priorisiert und durch eine Prüfung potenzieller Fördermöglichkeiten ergänzt wird. So erhält jede Kommune einen praxisnahen und realisierbaren Handlungsfahrplan.

Workshop Prozess

© inwa

Grundschule Schauenstein

© inwa

Praxisbeispiel: „Sowieso-Potenzial" am Beispiel Grundschule Schauenstein

Das Projekt zeigt, wie wirkungsvoll es ist, bestehende kommunale Vorhaben mit klimaresilienten Maßnahmen zu verbinden. Ein anschauliches Beispiel liefert die Turnhalle in Schauenstein: Dort wurde im Rahmen eines ohnehin geplanten Sanierungsprojekts ein modernes Gründach („Purple Roof") integriert.

Dieses Dach speichert Regenwasser, fördert die Verdunstung und kann bei Trockenheit gezielt Wasser bereitstellen. Gleichzeitig entlastet es die Kanalisation und ermöglicht ein digitales Speichermanagement. Die Installation eröffnet zudem pädagogische Chancen, da Schülerinnen und Schüler die Technologie direkt vor Ort erleben können.

Das Beispiel zeigt deutlich, welches Potenzial in Maßnahmen steckt, die ohnehin umgesetzt werden: „Was ohnehin gemacht wird, fit für die Zukunft machen".

Landkreisweite Datenplattform für Wasserbedarfe.

Eine digitale Wasserbilanz für alle 27 Kommunen des Landkreises Hof.

Die neue Datenplattform macht Wasserbedarfe und verfügbare Ressourcen erstmals zentral sichtbar. Sie verknüpft lokale Sensorik, Grundwasserstände, Niederschlagsdaten, Verbrauchswerte und Prognosen. Durch diese integrierte Betrachtung werden Wasserüberschüsse und Engpässe transparent erkennbar.

Die Plattform ist ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Region und hilft Kommunen, sichere und nachhaltige Wasserversorgungsstrategien zu entwickeln, insbesondere in Trockenperioden.

Datenplattform

© inwa

Fremdwasseranalysen

© inwa

Fremdwasseranalysen

Fremdwasseranalysen: Ein verborgenes Problem sichtbar machen

Viele Kommunen stehen vor der Herausforderung, dass Wasser an Stellen in die Kanalisation gelangt, wo es eigentlich nicht sein sollte. Das Fremdwasser, wie zum Beispiel Grund-, Quell- oder Oberflächenwasser, gelangt über undichte Leitungen und führt zu einer Verdünnung des Schmutzwassers. Die Folgen sind erheblich: Kläranlagen arbeiten weniger effizient, Kapazitäten werden unnötig belastet, die biologische Reinigungsleistung sinkt und die Betriebskosten steigen. Zudem kann es zu Grundwasserabsenkungen und Belastungen von Gewässern durch Überstau kommen.

Um dieses Problem zu bewältigen, werden in allen 27 Kommunen des Landkreises Hof systematische Fremdwasseranalysen durchgeführt. Dabei werden sowohl Problemstellen als auch Eintrittsstellen erfasst und bewertet. Alle Ergebnisse fließen in eine zentrale Datenbank ein, in der die Kommunen voneinander lernen und gemeinsame Lösungen entwickeln können.

Das strukturierte Vorgehen ermöglicht es, kostensparende Maßnahmen zu identifizieren und einheitlich umzusetzen. Durch diese Synergien können Sanierungsprozesse effizienter gestaltet werden. Gleichzeitig wird ein Standardmuster erarbeitet, das auch Hinweise auf Fördermöglichkeiten umfasst. So erhalten die Kommunen eine solide Grundlage, um ihre Abwassersysteme langfristig zu stabilisieren und klimatische Herausforderungen besser zu bewältigen.

Wasserbezogene Bodenkenndaten

Ein Blick unter die Oberfläche – mit modernen IoT-Sensornetzwerken.

Um den Wasserhaushalt in Wald- und Landwirtschaftsflächen besser zu verstehen, wird die Installation eines digitalen Sensornetzwerkes vorbereitet, um die Bodenfeuchte, Temperatur, Leitfähigkeit und pH-Werte kontinuierlich erfassen. Ergänzt werden diese Daten durch Drohnen- und Satellitenbilder.

Durch die Einbindung in das LoRaWAN-Netzwerk des Landkreises entsteht ein präzises Bild des Bodenverhaltens. Dieses Wissen ist entscheidend für nachhaltige Wasserversorgung, Pflanzenentwicklung und Klimaanpassung.

Wasserbezogene Bodenkenndaten

© inwa

Datenplattform Schwammregion

© Facebook LR Dr. Oliver Bär

Datenplattform Schwammregion

Digitale Datenplattform für die Schwammregion – Wissen sichtbar und nutzbar machen

Die digitale Plattform bündelt Wissen zu Schwammmaßnahmen an einem zentralen Ort. Sie stellt Best-Practice-Beispiele, Lösungsansätze und Daten aus den kommunalen Analysen übersichtlich bereit. Grundlage ist die Plattform „Digital Lotse Wasser", die für den Landkreis Hof weiterentwickelt wird.

Nach Tests in Pilotkommunen wird sie in die urbane Datenplattform des Landkreises integriert. Alle Inhalte stehen Open Source zur Verfügung, damit Kommunen transparent, gemeinsam und zukunftsorientiert arbeiten können.


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