Gründung

Extreme Wetterereignisse wie Starkregen oder Dürre, die mit dem Klimawandel einhergehen, erfordern eine Anpassung unserer Städte und Regionen an die neuen Herausforderungen. Die Idee der Schwammstadt setzt genau hier an: Städte werden so gestaltet, dass sie Regenwasser dort auffangen, speichern und wiederverwenden, wo es fällt, anstatt es schnell in Kanäle abzuleiten. Grünflächen, Gründächer, durchlässige Böden und Versickerungsanlagen wirken wie ein „Schwamm“, der Wasser speichert, Hochwasser verhindert und gleichzeitig das Stadtklima verbessert. Dieses Wasser steht dann zur Verfügung, wenn es benötigt wird, wie zum Beispiel in langanhaltenden Trockenperioden.

Besonders in ländlich geprägten Regionen reichen aber punktuelle Einzelmaßnahmen nicht aus. Der Gedanken der Schwammstadt wird deshalb auf die Schwammregion ausgeweitet, um ganze Landstriche resilient und lebenswert zu machen. Ein Netzwerk aus Grün-, Wasser- und Infrastruktur-Elementen verwandelt Städte und Gemeinden zusammen zu einer Schwammregion, die die Herausforderungen dieses Netzwerks erkennt und adressiert.

Arbeitsbereiche

Die Hochschule Hof verbindet für diesen Ansatz angewandte Forschung, digitale Innovation und die enge Zusammenarbeit mit Kommunen, um Wassermanagement und Klimaanpassung nicht nur für Großstädte, sondern genauso für Regionen wie das Hofer Land realisierbar zu machen. Zunächst werden mit Datenplattformen, digitalen Tools und intelligenter Analyse der Wasserbedarf, die vorhandenen Wasserressourcen und potentielle Risiken analysiert. Gemeinsam werden Lösungen entwickelt, die für Kommunen im Alltagsgeschäft umsetzbar sind und praktisch das Wassermanagement verbessern. 

Unser Anspruch ist es, dadurch eine lebenswerte Region zu schaffen, die mit Wasser intelligent umgeht, Natur und Siedlung in Balance hält und damit eine echte Schwammregion schafft, die sich durch eine hohe Lebensqualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit auszeichnet.

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