RiFFER-EU

Abgeschlossen
Aktiv
Projektstart: 01.02.2026
Projektende: 31.01.2028
Risikobasierte Hochwasservorhersage für den Katastrophenschutz in Europa

Förderprogramm

Analyse und Bewertung hydrometeorologischer Messstationen als Grundlage für risikobasierte Hochwasservorhersagen

Hintergrund

Extremwetterereignisse wie Starkniederschläge und Hochwasser nehmen infolge des Klimawandels in Europa deutlich zu. Die Hochwasserereignisse der letzten Jahre haben gezeigt, dass klassische, pegelbasierte Vorhersagesysteme häufig nicht ausreichen, um den Katastrophenschutz rechtzeitig und zielgerichtet zu unterstützen.

Neben der reinen Vorhersage von Wasserständen und Abflüssen besteht ein wachsender Bedarf an risiko- und konsequenzenbasierten Informationen, die konkrete Auswirkungen auf Bevölkerung, kritische Infrastrukturen und Einsatzmaßnahmen beschreiben.

Insbesondere in grenzüberschreitenden und international geprägten Regionen sind robuste wissenschaftliche Konzepte, moderne Datengrundlagen und eine enge Verzahnung von Hochwasservorhersage und Katastrophenmanagement erforderlich. Vor diesem Hintergrund wurde das deutsch-ukrainische Projekt RiFFER-EU initiiert.

Zielsetzung

Ziel von RiFFER-EU ist die wissenschaftliche Entwicklung und konzeptionelle Vorbereitung einer risikobasierten Hochwasservorhersage als Entscheidungsgrundlage für den Katastrophenschutz.

Im Fokus stehen:

  • die Erweiterung klassischer Hochwasservorhersagen hin zu räumlichen, probabilistischen und risikoorientierten Prognosen,
  • die Verbesserung der Nutzbarkeit von Vorhersageinformationen für Entscheidungsträger im Katastrophenschutz,
  • der Aufbau einer belastbaren deutsch-ukrainischen Forschungskooperation im europäischen Kontext.

Langfristig soll RiFFER-EU die Grundlage für weiterführende europäische Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Hochwasserrisikomanagement schaffen.

Inhalte

Zur Erreichung dieser Ziele werden im Projekt unter Leitung und wissenschaftlicher Beteiligung der Hochschule Hof (INWA) folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Analyse bestehender Hochwasservorhersage- und Katastrophenschutzstrukturen,
  • Bewertung des Zustands und der Leistungsfähigkeit hydrometeorologischer Messnetze,
  • Durchführung von Fachworkshops und wissenschaftlichem Austausch zwischen deutschen und ukrainischen Partnern,
  • Vorbereitung eines weiterführenden EU-Forschungsantrags auf Basis der erarbeiteten Ergebnisse.

Rolle Hochschule Hof (INWA)

inwa spielt eine wichtige wissenschaftliche und koordinierende Rolle im Projekt und ist verantwortlich für:

  • die wissenschaftliche und methodische Ausarbeitung von Ansätzen für die risikobasierte Hochwasservorhersage,
  • die Analyse und Bewertung von hydrometeorologischen Daten und Messnetzen,
  • die Entwicklung von Konzepten zur Integration von Vorhersagen in Katastrophenmanagementprozesse,
  • die Koordination der Forschung und des Wissensaustauschs zwischen deutschen und ukrainischen Partnern.

Dank der langjährigen Erfahrung von inwa in den Bereichen nachhaltige Wassersysteme, Digitalisierung und angewandte Forschung leistet die Hochschule Hof einen wesentlichen Beitrag zur wissenschaftlichen Grundlage des Projekts und zur Vorbereitung weiterer europäischer Forschungsinitiativen.

Projektpartner

Hochschule Magdeburg-Stendal (HS MS)
Fachbereich Hydromechanics and hydrodynamic modelling
Breitscheidstr. 2
9114 Magdeburg

 

Ukrainian Hydrometeorological Institute of the State Emergency Service
of Ukraine and National Academy of Sciences of Ukraine (UHMI)
Nauky Ave, 37
3028, Kyiv
Ukraine

Taras Shevchenko National University of Kyiv (KNU)
Chair of Hydrology and Hydroecology
Wolodymyrska Ave, 60
01601 Kyiv, Ukraine

 

Adressierte SDGs (Sustainable Development Goals)

Ansprechpartner

Institutsleiter und Forschungsgruppenleiter:Prof. Günter Müller-Czygan.

Prof. Günter Müller-Czygan

Forschungsgruppenleiter

Forschungsgruppenleiter

Dr. Viktoriya Tarasyuk

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Projekte

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